Leben und Arbeiten in Moskau - www.ostblog.tv

Pfiat Di Livejournal!
mueller_moskau


Livejournal hat sich überlebt, finde ich. zu träge, zu kompliziert, zu anfällig für DDos-Attacken.

Ich blogge daher ab sofort hier:

http://www.paroli-magazin.at/meta/channels/blogs-aus-der-welt/moskau/

ps: für die Nicht-Österreicher. "Pfiat Di" = Tschüss und Auf Wiedersehen


Damit es nicht so ernst wird
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Havel, Kim und was man daraus lernt
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Das offizielle Russland überschlägt sich gerade darin Nordkorea sein Beileid auszudrücken. Nicht nur die Politik sondern sogar die  - staatsnahe - orthodoxe Kirche hat erklärt sie bedaure den Tod von Kim Jong-Il. Er sei ein Freund der Orthodoxie gewesen, an den man sich mit Dankbarkeit erinnere. Dass die Orthodoxie dem Führer eines aggressiv atheistischen Systems dankt ist schon einmal interessant.
http://www.interfax-religion.ru/?act=news&div=43486

Auch die Staatsführung hat gegenüber Nordkorea ihr Bedauern zum Ausdruck gebracht. Kein Wort haben Putin und Medvedev hingegen zum Tod von Vaclav Havel verloren. Während die ganze Welt sich an einen großen Staatsmann erinnert tut das offizielle Russland so als sei nichts weiter passiert.
http://www.newsru.com/russia/19dec2011/gavel.html



Für dieses Schweigen gibt es eine Reihe von Gründen: Havel gilt als führender Vertreter einer anti-sowjetischen Politik, die zum Ende der Russischen Dominanz in Osteuropa geführt hat. Für die jetzige Führung die meint, der Zerfall der Sowjetunion sie die größte Katastrophe des 20, Jahrhunderts gewesen, kann er daher natürlich nur ein Feind sein. Nachgetragen wird Havel wohl auch, dass er die Feierlichkeiten zur Ost-Erweiterung der NATO in Prag ausgerichtet hat. Auch das sagt etwas darüber aus, wie die russische Führung sich und ihr Land sieht.

Havels Leitsatz war, dass Wahrheit und Liebe über Lüge und Hass siegen werden. Es sei daher keine Frage, dass Putin und Medwedew ihn ablehnen müssten, meinte gestern einer meiner russischen Bekannten. Die Frage sei nur, wer von den beiden die Lüge und wer den Hass verkörpere. Diplomatische Gesten wie das Ausdrücken oder Nicht-Ausdrücken von Beileid können über ein Land und eine politische Führung sehr viel aussagen.


Wahrnehmung in den Medien
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Panzer, leicht und aufblasbar
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Der Fernsehbeitrag in der ZIB hier

Und der Link zum Hersteller
www.rusdecoy.com



Eigenartiges Gedenken
mueller_moskau
Die russische Hauptstadt hat den Gedenktag der Terroranschläge vom 11. September eigenartig begangen: Eine von nur drei Moscheen der Stadt wurde abgerissen. Die "Versammlungs-Moschee" wurde vor hundert Jahren gebaut und war nicht nur viel zu klein sondern auch in keinem besonders guten Zustand mehr. Direkt daneben wird schon seit längerer Zeit an einer neuen Groß-Moschee gebaut. Trotzdem war der Abriss des Gebäudes, das erst vor kurzem von der Liste der denkmalgeschützten Kulturgüter gestrichen wurde, eine Überraschung. Angeblich hat das schlechte Wetter der letzten Tage einen bereits bestehenden Riss an einer der Mauern vergrößert so das akute Einsturzgefahr bestand, läßt der russische Mufti-Rat mitteilen, dem das Gebäude untersteht.
Die Moschee hatte immer wieder für Aufrgeung gesorgt, zuletzt am Ende des Ramadan. Da in Moskau geschätzte 1,5 Millionen Muslime leben war das Gebäude längst zu klein. Die Gläubigen haben daher immer wieder auf der Straße gebetet - sehr zum Mißfallen der immer fremdenfeindlicheren Mehrheitsbevölkerung.








Bei den Photos hat mich etwas anderes fast noch meh überrascht als der Abriss der alten Moschee: Vor einem Jahr haben wir zum Ende des Ramadan die Baustelle gedreht. Und seither ist dort fast nichts weitergegangen. Bin gespannt wann das neue Gebäude fertig sein wird.

Die entsprechenden Artikel hier und hier
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Per Eisenbahn rund um den Baikalsee
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Wie sich die Zeiten ändern
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Gestern Kommunismus, heute Moschino...

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Urlaub
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Soo schön und leider zu kurz

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It´s the End of a Love-Affair - is it?
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Wer regiert dieses Land eigentlich? Wladmiri Putvedev? Oder doch Dmimir Medvedin? Diese Frage quält weiterhin die russischen Kommentatoren. Eine Meinung die in letzter Zeit immer mehr Verbreitung gewinnt ist, dass an die Stelle des "Tandems" Putin-Medvedev ein Team getreten sei: Etwa 15 Personen aus dem engsten Zirkel der Macht würden die Zukunft des Landes bestimmen, ganz egal wer formal die verschiedenen Ämter innehabe. Die Präsidentschaftswahlen kommendes Jahr seien daher eigentlich bedeutungslos. Ein gute Analyse dieses Themas ist hier nachzulesen: chathamhouse.org.uk/research/russia_eurasia/papers/view/-/id/1070/

Es scheint aber auch andere Gesetzmäßigkeiten zu geben: An der sowjetischen bzw. russischen Spitze scheinen sich Kahlköpfe mit Führern abzuwechseln, die sehr kräftigen Haarwuchs haben: Lenin-Stalin-Chruschew, Breschnew, Andropow, Tschernenko, Gorbatschow, Jelzin, Putin, Medvedev, Putin, Medvedev, Putin, Medvedev, Putin, Medvedev, Putin, Medvedev etc. 

  

Aber wie kann man sich das Verhältnis der beiden eigentlich vorstellen. Ist Putin eine Art liebende Mutter, die sich um den kleinen Dima kümmert und ihn liebevoll bei seinen Entscheidungen begleitet?



Oder ist er doch eher der böse Vater, der hart und diktatorisch entscheidet und alles aus dem Weg räumt was ihm nicht passt?



Ist der kleine Dima am Ende nur eine Marionette an den Fäden des großen Puppenspielers?


Oder verbindet die beiden am Ende nichts weiter als eine große gute Männerfreundschaft unter dem Zeichen des goldenen russischen Doppeladlers??



Klar ist auf jeden Fall eines: Auf den Ehrentribünen der verschiedenen Feierlichkeiten ist eine neue Zeit angebrochen...



Und zum Schluss noch ein Link zu einer interessanten Analyse der Beziehung zwischen Vova und Dima
www.rferl.org/archive/The_Power_Vertical/latest/884/884.html

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